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Schlagwort: Naxos

Krassimira Stoyanova · Maria Prinz: Giacomo Puccini – Complete Songs for Soprano and Piano

»Ich will die Welt zum Weinen bringen«, schrieb Giacomo Puccini einst und fürwahr: Während der Vorstellungen seiner Opern wurde in den letzten 100 Jahren so manche Träne vergossen. Puccini steht, wie kaum ein anderer italienischer Komponist der Spätromantik (ausgenommen Giuseppe Verdi), für die dramatische, in seinem Fall tragische Verismo-Oper. Die Arien sind perfekte Inszenierungen großer Gefühle und Gesten, die Libretti sind unausweichliche Katastrophen der Liebe, die einem das Herz brechen. Bis zum heutigen Tage verfehlt Puccinis Musik seine Wirkung nicht: „La Bohème“, „Tosca“, „Madama Butterfly“ und „Turandot“ garantieren den Opernhäusern ausverkaufte Vorstellungen. Selbst unter jenen Musikfreunden, die mit der klassischen Musik üblicherweise fremdeln, erfreuen sich Arien wie „O mio babbino caro“, „Un bel dì, vedremo“ oder „Nessun dorma“ großer Beliebtheit. Puccinis (zugegebenermaßen eher kleines) restliches Œuvre abseits der Opernbühne bleibt indes, mit Ausnahme der „Messa di Gloria“, weitgehend unbeachtet, ja unbekannt.

Amar Quartet: Paul Hindemith – Complete String Quartets

Paul Hindemith (1895–1963) gilt heute als einer der herausragendsten deutschen Komponisten des 20. Jahrhunderts, auch wenn seine Musik, zumindest hierzulande, sich erst langsam bei einem breiteren Publikum durchsetzen kann. Es mag daran liegen, dass es in Hindemiths Œuvre an dem einen „Signatur-Werk“ mangelt, einer Komposition also, die allgemein bekannt ist und die immer wieder zum Anlass genommen wird, das restliche Schaffen zu erkunden. Es mag daran liegen, dass Hindemiths (im besten Sinne!) eklektizistische Musik schwer zu fassen ist: Sie vereint Elemente des Expressionismus, des Neoklassizismus und sogar des Jazz. Hindemith setzte sich aber quasi zwischen alle Stühle. Zum einen löste er mit der „Freien Tonalität“ die traditionelle Dur-Moll-Tonalität auf, zum anderen lehnte er die (atonale) Zwölfton-Musik der Zweiten Wiener Schule ab. Was den Zeitgenossen schon „zu modern“ oder „nicht modern genug“ war, ist aus heutiger Sicht freilich ein einzigartiger Individualstil, der zeitlos aktuell geblieben ist.

Henning Kraggerud · Malmö Symphony Orchestra, Bjarte Engeset: Johan Halvorsen · Carl Nielsen – Violin Concertos / Johan Svendsen – Romance

Hand aufs Herz: Wie viele Leserinnen und Leser kennen die Violinkonzerte von Johann Halvorsen und von Carl Nielsen? Sicher, die Symphonien des Dänen Nielsen sind als herausragende Beispiele spätromantischer Symphonik bestens bekannt, aber ein Violinkonzert? Und der Norweger Halvorsen: Von ihm kennt man doch am ehesten die „Passacaglia für Violine und Viola über ein Thema von Händel“. Galt sein Violinkonzert nicht als verschollen?

Spirito · Orchestre National de Lyon, Leonard Slatkin: Ravel – Orchestral Works · 4

Maurice Ravel, 1925, Von Unbekannt The image holder, the Bibliothèque nationale de France has not identified a photographer. (Follow link and click on "Detailed information".) - Bibliothèque nationale de France, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11402630

»Mein Meisterwerk? Der Boléro natürlich. Schade nur, dass er überhaupt keine Musik enthält.«

Maurice Ravel war der phänomenale Erfolg seines „Boléro“ zeitlebens suspekt. Kein anderes Werk des französischen Komponisten ist auch nur annähernd so bekannt wie der rund 15-minütige Tanz, der für Ravel lediglich eine »simple Orchestrationsübung« war. Auch heute dominiert in der öffentlichen Wahrnehmung der „Boléro“ Ravels Schaffen. Dabei hat das Œuvre des französischen Nationalkomponisten viel mehr einzigartige Orchesterwerke (im wörtlichen Sinne) zu bieten, als jene berühmten 15 Minuten. Ravel war wirklich keiner, der sich in seinen Werken gerne wiederholte.

Boris Giltburg · Royal Liverpool Philhamonic Orchestra, Vasily Petrenko: Shostakovich – Piano Concertos Nos. 1 and 2 · String Quartet No. 8 (arranged for piano by Boris Giltburg)

Von Fotothek_df_roe-neg_0002792_002_Portrait_Dmitri_Dmitrijewitsch_Schostakowitchs_im_Publikum_der_Bachfeier.jpg: Roger & Renate Rössing, credit Deutsche Fotothek.derivative work: Improvist (talk) - Fotothek_df_roe-neg_0002792_002_Portrait_Dmitri_Dmitrijewitsch_Schostakowitchs_im_Publikum_der_Bachfeier.jpg, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14401692Es ist noch gar nicht so lange her, zur Hoch-Zeit der analogen Tonträger in den 1960ern und 1970ern, da waren hochkarätig besetzte Neuaufnahmen der Werke Dmitri Schostakowitschs eine Seltenheit. Zum Glück hat sich das geändert. Eine neue Generation von Musikern hat die Klangwelt Dmitri Dmitrijewitschs für sich entdeckt. In den letzten Jahren sind zahlreiche spannende Neuaufnahmen erschienen. Auch bekanntes Repertoire wird neu und vorurteilsfrei betrachtet, etwa die beiden Klavierkonzerte der vorliegenden Veröffentlichung.

2L – audiophiler Hörgenuss auf Pure Audio Blu-Ray Disc

Die Klangqualität beim Abspielen von Musik hat sich in den letzten Jahren immer weiter verbessert; die Qualitätsansprüche, zumal bei Klassik-Hörern, sind mitgewachsen.

Das norwegische Label 2L (Lindberg Lyd), das ab sofort von NAXOS vertrieben wird, bietet mit audiophilen Aufnahmen der Spitzenklasse Musikgenuss für höchste Ansprüche. Die 2L-Boxen im Newsletter dieser Woche enthalten jeweils eine Hybrid-SACD, die auf jedem CD-Player abspielbar ist sowie eine Pure Audio Blu-Ray-Disc, die man auf jedem Blu-ray Player abspielen kann.

THE NORDIC SOUND
2L audiophile reference recordings

Mozart: Violinkonzert in D-Dur – Allegro
Bartók: Sonate für Solovioline – Fuga
Haydn: Streichquartett op.76, Nr. 5 – Finale / Presto
Sandvold: Orgelimprovisata über DEILIG ER JORDEN
u.v.a.
Disc 1: Hybrid SACD, MCH 5.1 DSD, Stereo DSD
Disc 2: Pure Audio Blu-ray, DTS HD MA 192kHz/24 bit 5.1, LPCM 192kHz/24 bit STEREO

Original source : Compilation in range from 44.1 to DXD. Mastering in DXD (352.8kHz/24bit)