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NAXOS Deutschland Blog Beiträge

Sergei Dogadin · Nikolai Tokarev: Dmitri Shostakovich – Violin Sonata · 24 Preludes (arr. violin and piano)

Während die großen Orchesterwerke, insbesondere die Sinfonien Dmitri Schostakowitschs, unter besonderer Beobachtung der stalinistischen Kulturschergen standen, konnte sich der Komponist in seiner Kammermusik freier und ungezwungener ausdrücken. Und so sind seine Kammerwerke oft unmaskierter in ihrer Stimmung. Kein vordergründiger Optimismus, keine aufgezwungene Melodien-Seligkeit, stattdessen ein ungefilterter Schostakowitsch: ehrlich, melancholisch, düster, ironisch, sarkastisch, bitter und resigniert.

Schostakowitschs einzige Violinsonate entstand 1968 und gilt als eines seiner intensivsten und kryptischsten Werke: fragmentarisch im ersten Satz, schroff und dissonant im Mittelteil und beklommen im Schlusssatz. Gemeinsam mit der Cellosonate (aus dem Jahre 1934) und der Violasonate (sein Schwanengesang von 1975) gehört die Violinsonate zu einer Art losem Triptychon von Solo-Sonaten, in denen Schostakowitschs Klangsprache (und deren Wandel im Laufe der Jahre) am kompromisslosesten umgesetzt wurde.

Die „24 Präludien für Klavier solo“ op. 34 entstanden 1932/33 und waren ein moderater Erfolg für den gerade von der Prawda wegen seiner Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ vernichtend kritisierten Schostakowitsch. Schon bald nach der Uraufführung (durch Schostakowitsch selbst, niemand wollte seine Musik spielen) begann der Violinist Dmitri Tsyganov 1937 erst vier, später (1961 und 1963) fast alle anderen Präludien für Violine und Klavier einzurichten. Tsyganov war Mitglied des Beethoven-Quartetts und stand der Musik Schostakowitschs sehr nahe: Sein Ensemble zeichnete sich für die Uraufführungen einiger Streichquartette verantwortlich. Die Komponistin und Pianistin Lera Auerbach vervollständigte den Zyklus für Klavier und Violine im Jahr 2000 und arrangierte die letzten fünf fehlenden Präludien. Zusammen mit der Violinsonate sind sie das einzige Schostakowitsch-Material, das für Geige und Klavier vorliegt.
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Benjamin Schmid · Claire Huangci · Harriet Krijgh · ORF Vienna Radio Symphony Orchestra, Cornelius Meister: Mieczysław Weinberg – Violin Concerto · Dmitri Kabelevsky – Piano Fantasy · Cello Concerto No. 1

Die besonderen Verhältnisse, unter denen Komponisten in der Sowjetunion arbeiteten, prägten eine ganz eigene Klangsprache. Diese hatte vermutlich weniger mit der „fortschrittlichen“ Doktrin des „sozialistischen Realismus“ zu tun als mit der Notwendigkeit, sich zwischen bürokratischer Gängelung und schöpferischer Kraft einen Weg zu bahnen, um zu überleben. Eine Form von Opportunismus oder eine Form von Opposition, je nach Naturell des Komponisten.
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Ralph van Raat: Igor Stravinsky – The Rite of Spring, arr. for solo piano by Vladimir Leyetchkiss · Claude Debussy – La Mer, arr. for solo piano by Lucien Garban

Kann man zwei der beeindruckendsten und wuchtigsten Orchesterwerke des 20. Jahrhunderts – Debussys „La Mer“ und Strawinskys „Le Sacre du Printemps“ – aufs Klavier übertragen? Sicher nicht, oder doch? Beide Werke gehören zu den einflussreichsten Kompositionen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (und nicht nur der ersten Hälfte). Die eine, „La Mer“, begründete mit improvisatorisch anmutenden Klangflächen Debussys impressionistischen Stil, die andere, „Le Sacre“, gilt als „Urknall der Moderne“ und ersetzt die romantische Klangästhetik mit der Polyrhythmik und der „nackten“, ungeschönten Darstellung des „Stile barbaro“. Beide lösen die traditionelle Harmonik auf, wenn auch mit unterschiedlichen Ergebnissen. Entscheidend ist der Orchesterapparat: In Debussys Klangwelt ist die Instrumentierung von prägendem Charakter, in Strawinskys „Sacre“ wird das Orchester zum kraftvollen, vielstimmigen und geradezu ekstatischen Rhythmusinstrument. Wie sollte man so etwas auf das Klavier übertragen?
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Michael Korstick: Claude Debussy – Piano Music Vol. V

Am 25. März 2018 jährt sich zum 100. Mal der Todestag des französischen Impressionisten Claude Debussy, der einer der wichtigsten und bis heute populärsten Wegbereiter der Moderne war. In der Arithmetik der Musikwelt bedeutet dies, dass wir uns nun im „Debussy-Jahr“ befinden und dass uns jede Menge Neu- und Wiederveröffentlichungen mit seiner Musik bevorstehen, in unterschiedlichen Qualitätsstufen, versteht sich.
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OehmsClassics schließt sich der NAXOS MUSIC GROUP an

Poing, 10. Januar 2018 – Naxos Deutschland freut sich, die Akquisition von OehmsClassics bekanntgeben zu können. Naxos und Oehms verbindet bereits seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit – die Niederlassungen und Vertriebe der Naxos-Gruppe verbreiten die Produktionen des Labels schon seit Jahren weltweit, und daran wird sich auch nichts ändern.

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Chen Reiss · Chor des Bayerischen Rundfunks · Münchner Rundfunkorchester, Howard Arman: Joy to the World – Famous Christmas Songs

Alle Jahre wieder … wird der Markt mit weihnachtlichen Neu- und Wiederveröffentlichungen regelrecht überschwemmt. Von Bach bis Bing Crosby, von Elvis bis Wham! – an weihnachtlicher Musik mangelt es wahrlich nicht, im Gegenteil: Es gibt zu viel davon und man hat (selbst als erklärter Weihnachtsmusik-Fan wieder der Unterzeichnende) große Mühe, die Spreu vom Weizen zu trennen, ganz gleich, ob es sich um „klassische“ oder „populäre“ Musik handelt.
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