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Nach Trevinos grandiosem Ondine-Debüt mit sämtlichen Sinfonien Beethovens, zeigt sich Trevino von seiner „iberischen“ Seite

Die neue Albumveröffentlichung des Dirigenten Robert Trevino beim Musiklabel Ondine – nach einem erfolgreichen Debüt mit einem kompletten Beethoven-Symphoniezyklus – erhält sechs Orchesterstücke von Maurice Ravel (1875–1937), dem wohl berühmtesten Komponisten mit baskischen Wurzeln, gespielt vom Baskischen Nationalorchester. Geboren in einer Kleinstadt in der Nähe von Biarritz, verbrachte Ravel den Großteil seines Lebens in Paris. Er war jedoch sehr stolz auf seine Herkunft, da er von Kindheit an durch seine baskische Mutter tief in diese Kultur eingetaucht war. Viele Elemente der baskischen Volksmusik finden sich in seinen Kompositionen wieder. Auch in seinem berühmten Boléro, in der Rapsodie espagnole sowie in Alborada del Gracioso sind unüberhörbar spanisch-baskische Elemente verarbeitet.

Endlich kann man nun diese populären Werke Ravels von baskischen Musikern interpretiert hören. Robert Trevino und das Baskische Nationalorchester werfen ein neues Licht auf die baskischen Einflüsse in Ravels Musik.

Im April 2017 feierte das Baskische Nationalorchester, das auf Initiative des baskischen Kulturdepartments gegründet wurde, sein 35-jähriges Bestehen. Unter der künstlerischen Leitung verschiedener Dirigenten entwickelte sich das Orchester innerhalb kurzer Zeit zu einem der führenden Sinfonieorchester Spaniens. Das Orchester gibt jährlich über 100 Konzerte in seiner Heimatstadt San Sebastian, Bilbao, im Baskenland sowie in Madrid und Bordeaux sowie bei zahlreichen Festivals.

Ab der Saison 2017 übernahm der aufstrebende, amerikanische Dirigent Robert Trevino die Chefposition.

Auf seiner Facebook-Seite gibt er Einblicke in die Arbeit zur Ravel-Aufnahme und erläutert wesentliche Merkmale der Musik:

Bereits in den ersten Wochen nach Veröffentlichung wurde das Ravel-Album hoch gelobt. Hier ein Ausschnitt aus einer Rezension des weltweit gelesenen Magazins The Classic Review:

Die von Fabian Frank produzierte Ondine-Aufnahme ist phantastisch. Ein warmer und klangvoller Sound, der dennoch klar und transparent bleibt, erlaubt uns jedes Detail von Ravels hinreißender Orchestrierung zu hören.

In La Valse zeigt sich deutlich die symbiotische Verbindung zwischen Dirigent und Orchester, die ähnlich stark ausgebildet war in Aufnahmen von Charles Dutoit und dem Montreal Symphony Orchestra in der 1980er Jahren.

Auch in Alborada del gracioso werden die Klangfarben mit erstaunlicher Klarheit dargebracht, also ob wir über die Schulter des Malers spähen, wie er die Farben auf die Leinwand bringt.

Auf kommende Aufnahmen dieser Partnerschaft darf man sehr gespannt sein.

(Quelle: The Classic Review | Link)

Published inAlben vorgestellt

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