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„Das Lied von der Erde“ mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Das Lied war im Wirken von Gustav Mahler ein wichtiger Faktor, ein Leitfaden. Schon seine 1. Sinfonie hebt mit der Melodie des Liedes „Ging heut’ morgen übers Feld“ an. Nach und nach verließ Mahler das von Liedmelodien beeinflusste Wirken, wurde mehr ein absoluter Sinfoniker. Doch dann kam das Jahr 1907, das große Schicksalsjahr für den Komponisten und Dirigenten: seine Tochter verstarb tragisch und ihm wurde eine Herzkrankheit attestiert. Und so war es eine Gedichtsammlung von Hans Bethge unter dem Titel „Die chinesische Flöte“, die ihn wieder inspirierte, um zu seinen Wurzeln, denen des Liedes, zurückzukehren. Daraus entstand dann im Sommer des folgenden Jahres nichts weniger als die sinfonische Dichtung „Das Lied von Erde“.

Doch es ist kein Lieder-Zyklus im eigentlichen Sinne, der da entstanden ist. Vielmehr hat Mahler aufgrund der Zwischenspiele eine sinfonische Form gefunden, die so sehr auf die instrumentale Entwicklung der Themen ausgerichtet ist, dass man eher von einer Sinfonie sprechen kann, in die die Sänger eingebunden sind.

Die Besetzung dieser Aufnahme ist ein Segen: Magdalena Kožená, Mezzosopran, Stuart Skelton, Tenor, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Sir Simon Rattle. Schon mit seinem ersten Orchester, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, hatte Rattle Sinfonien von Mahler gespielt und auch aufgenommen, einige dann später mit den Berliner Philharmonikern und auch den Wienern. Darunter waren auch „Das klagende Lied“, „Lieder aus Des Knaben Wunderhorn“ und eben „Das Lief von der Erde“. Rattle und Mahler sind zu einer Einheit verwoben, sind gemeinsam zusammengewachsen. Nun also mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, einem der wohl besten Orchester in Deutschland.

Die Intensität dieser Live-Aufnahme vom Januar diesen Jahres aus dem Herkulessaal in München ist unvergleichlich und lässt den Zuhörer teilhaben an der immensen Wirkung dieser Aufführung vor Ort. Dies liegt auch an der famosen Aufnahmetechnik. Doch vor allem sind es die Musiker, die begeistern. Das tiefe Gefühl, dass hier zum Ausdruck kommt, ist perfekt auf dieses Werk ausgerichtet. Es ist ein Meilenstein der Interpretation des Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Sir Simon Rattle.

Auf naxos.de findet man verschiedene Bezugsquellen für das Album, digital und physisch.

Veröffentlicht inAlben vorgestellt

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