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Schlagwort: Erwin Schulhoff

Helsinki Philharmonic Orchestra, Leif Segerstam: Earquake – The Loudest Classical Music of all Time

Nicht wenige Rockmusik-Fans glauben, klassische Musik bestünde lediglich aus Wohlklang und gemäßigten Tempi. Sie beanspruchen Lautstärke und Aggressivität als Alleinstellungsmerkmale „ihres“ Genres und ergötzen sich im Hardrock an einprägsamen Gitarrenriffs, donnernden Schlagzeug-Einsätzen, wabernden Bässen und Metal-Shoutern, als gäbe es keine (musikalische) Alternative für AC/DC, Black Sabbath, Metallica & Co.

Und die klassische Musikwelt? Sie scheint das Vorurteil bestätigen zu wollen, sieht sich als Hüter einer distinguierten Kultur und einer Ästhetik, die das „Hässliche“ und „Laute“ ausklammert. Und wenn es dann mal um Lautstärke geht, werden ewig dieselben Werke bemüht, um zu belegen, dass ein Orchester auch „rocken“ kann: Tschaikowskys „Ouvertüre 1812“ und „Wellingtons Sieg“ von Beethoven, martialische Schlachtengemälde mit Kanonen, Krieg, Pathos und wehenden Fahnen.

Es geht auch anders. Es geht auch farbenfroher, überzeugender, subtiler und abwechslungsreicher. Und lauter, viel lauter.
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Julia Fischer & Daniel Müller Schott: Duo Sessions

Orfeo C902161A Warum gibt es eigentlich so wenige (und so wenig bekannte) Kompositionen für Violine und Cello? Diese Frage stellt man sich unweigerlich, wenn man sich das Album „Duo Sessions“ der Münchener Violinistin Julia Fischer und des ebenfalls aus München stammenden Cellisten Daniel Müller-Schott anhört. Die vier Werke, die die beiden für das Album eingespielt haben, sind ein überzeugendes Plädoyer für den facettenreichen, wandlungsfähigen und ausdrucksstarken Dialog von Geige und Cello, aktuell erschienen bei Orfeo.

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