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Schlagwort: Pentatone

Alice Coote · Netherlands Philharmonic Orchestra, Marc Albrecht: Gustav Mahler – Song Cycles

Gustav Mahlers großartige Sinfonik wäre ohne seine Orchesterlieder undenkbar. Das Verschmelzen der Stimme mit einem großen Orchesterapparat ist ein essenzieller Bestandteil der Klangsprache Mahlers, mehr noch: Aus den Volkstänzen und Volksliedern seiner Heimat zog Mahler die Inspiration, oft genug auch die Rhythmen und Melodien seiner Werke. Sein Freund und Förderer, der Dirigent Willem Mengelberg, formulierte es so: „Der Kern der Mahlerschen Musik ist das Volkslied.“ Er flocht immer wieder einzelne Lieder in seine Sinfonien ein, er schuf sogar mit „Das Lied von der Erde“ eine ganze „Orchesterlied-Sinfonie“.
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Julia Fischer: Johann Sebastian Bach – Sonatas and Partitas BWV 1001–1006

Als Julia Fischer 2004 sämtliche Sonaten und Partiten für Violine solo (BWV 1001–1006) von Johann Sebastian Bach in der Doopsgezinde Singelkerk in Amsterdam für das audiophile Label Pentatone aufnahm, war sie gerade einmal 21 Jahre alt. »Geduld war selten meine Stärke«, meint sie dazu lakonisch im Booklet und fügt hinzu: »Schließlich hatte ich bereits seit einigen Jahren auf eine Aufnahmegelegenheit für diese Werke gewartet.« An Selbstvertrauen angesichts dieses Monuments der Violinliteratur mangelte es der jungen Geigerin wahrlich nicht. Und freilich war Julia Fischer nicht irgendeine Nachwuchsviolinistin. Sie galt damals schon als das größte Talent ihrer Generation und war bereits unter internationalen Spitzendirigenten und mit Weltklasse-Ensembles aufgetreten. Ihr Pentatone-Debüt war keine jugendliche Selbstüberschätzung, sondern Ausdruck ihrer außergewöhnlichen Fähigkeiten.
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Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin · MDR Rundfunkchor Leipzig, Marek Janowski: Ludwig van Beethoven – Missa Solemnis

Die „Missa Solemnis“ von Ludwig van Beethoven gilt als eine der herausragenden Kompositionen des Bonner Komponisten und »zählt zu den berühmtesten Messen der abendländischen Kunstmusik«, so die Wikipedia (Recht hat sie!). Das monumentale Werk für Sinfonieorchester, gemischten Chor, vier Gesangssolisten und Orgel ist künstlerisch und akustisch eine wirkliche Herausforderung: Rund 75 Minuten dauert eine Aufführung, die den Beteiligten höchste Konzentration abverlangt. Die Orchester-, Chor- und Solistenstimmen überlagern sich oft. Man braucht einen exzellenten Dirigenten, ein hochklassiges Ensemble, fähige Toningenieure und eine hervorragende Akustik, um Beethovens sakrales Meisterwerk klanglich so abzubilden, dass es den Hörer mit seiner elektrisierenden Dramatik von der ersten bis zur letzten Sekunde packt.
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