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Schlagwort: Modest Mussorgsky

Gürzenich-Orchester Köln, Dmitrij Kitajenko: Musorgksij – Eine Nacht auf dem kahlen Berge / Lieder und Tänze des Todes · Prokof’ev – Aleksandr Nevskij

Mussorgsky-Wochen im Naxos-Blog! Naja, zumindest ein bisschen. Wenige Wochen nachdem ich den Leserinnen und Lesern des Blogs Giacomo Scinardos Gesamteinspielung der Klavierwerke Modest Petrowitschs ans Herz bzw. ans Ohr gelegt habe, folgt nun eine Veröffentlichung mit orchestraler Musik des für mich »aufregendsten und modernsten russischen Komponisten des 19. Jahrhunderts« (so viel Selbstzitat sei ausnahmsweise gestattet). Mussorgsky Musik ist auf dem vorliegenden Album des Gürzenich-Orchesters Köln mit Prokofjews „Alexander Newski“ gekoppelt. Der Ehrendirigent des ältesten Kölner Klangkörpers Dmitrij Kitajenko hat eine Aufnahme vorgelegt, die in vielerlei Hinsicht von besonderem Interesse ist.
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Giacomo Scinardo: Modest Mussorgsky – Complete Piano Works

Für mich ist Modest Petrowitsch Mussorgsky (1839–1881) der aufregendste und modernste russische Komponist des 19. Jahrhunderts. Leider zerstörte seine jahrelange schwere Alkoholabhängigkeit Stück für Stück sein überbordendes Talent. Vieles Geniale in seiner Musik blieb fragmentarisch, wurde nie zu Ende gedacht und oft genug von wohlmeinenden, aber eben andersdenkenden Komponistenfreunden (in erster Linie Nikolai Rimski-Korsakow) „zu Ende komponiert“ und „bereinigt“. Ich frage mich, welche Großtaten er noch vollbracht hätte, wäre er nicht verarmt und zunehmend durch die Alkoholsucht zerfallen. Oder spiegelt die Tragik seiner Vita sich in seiner Musik wider, sodass sie ohne dieses Unglück nicht entstanden wäre? Vielleicht passt das Fragmentarische, das ewig Unfertige seiner Musik, einfach nur gut in unsere postmodernen Zeiten.
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