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STING bei Naxos – Die Liebesgeschichte zwischen Robert Schumann und Clara Wieck

Die Naxos Deutschland GmbH präsentiert STINGs neuestes Klassik-Projekt:

TWIN SPIRITS – erschienen beim Label OPUS ARTE

Blu-ray: OABD7043D  //  EAN Blu-ray: 0809478070436  //  UVP Blu-ray: €39.99

OABD7043D

2-DVD: OA0994D  // EAN 2-DVD: 0809478009948  //  UVP 2-DVD: €24.99

Twin Spirits

Die Liebesgeschichte zwischen Robert Schumann und Clara Wieck

Twin Spirits (Zwillinge im Geiste) wurde mit einem kleinen Ensemble aus Schauspielern, Sängern und Musikern inszeniert. Die einzigartige und intime Atmosphäre dieser Produktion unterstreicht die emotional fesselnde Geschichte der tiefen und letztlich tragischen Liebe zwischen dem Komponisten Robert Schumann und seiner Frau, der Pianistin Clara Wieck. Um die für das Paar prägende, lange Trennung, die ihr Leben und ihre Liebe bestimmte, zu symbolisieren, gibt es ein männliches und ein weibliches Ensemble.

Derek Jacobi verbindet als Erzähler Briefe und Texte zu einem Gesamtkontext. Autor und Regisseur John Caird führte Twin Spirits erstmals im Juni 2005 am berühmten Royal Opera House Covent Garden in London auf. Seither wurde das Stück lediglich bei Benefizveranstaltungen vor einem von der Handlung stets tief berührten kleinem Publikum gespielt.

Ex-Police-Frontman und Rockstar Sting ließt mit seiner markanten Stimme die Briefe Robert Schumanns an Clara, Simon Keenlyside singt Schubert Lieder, begleitet von Iain Burnside (Klavier) und Sergej Krylov (Violine). Clara Schumanns Briefe an ihren Mann werden von Stings Gattin, der Schauspielerin und Produzentin Trudie Styler, gelesen. Natalie Clein (Cello) und Natascha Paremski (Klavier) begleiten Rebecca Evans, die Clara Schumanns Lieder singt.

„Eine Performance wie diese ist wie eine Reise in die eigene Persönlichkeit. Bei einer solchen Reise gewährt man dem Zuhörer auch fast zwangsläufig einen Einblick in sehr private Gedanken und erzeugt damit eine enorme Spannung. Für Menschen, die normalerweise keine Klassische Musik hören, bietet speziell diese Liebesgeschichte (zwischen Robert und Clara Schumann), das besonderes Verhältnis der beiden und die damit verbundene Tragödie eine großartige Chance des Zugangs. Schumanns Musik gleichzeitig mit seiner Lebensgeschichte zu hören, ist eine sehr intime, ergreifende und emotionale Erfahrung.“- Sting

Clara Wieck wurde im Jahre 1819 als Tochter des bekannten Musiklehrers Friedrich Wieck in Leipzig geboren. Ihr musikalisches Talent trat bereits in frühester Kindheit zutage und wurde vom ehrgeizigen Vater fortan gefördert. 1830 gab die 11jährige Clara ihr Debüt im berühmten Gewandhaus in Leipzig. Im selben Jahr reiste der talentierte, junge Pianist und Komponist Robert Schumann ins Elbflorenz, um bei Friedrich Wieck zu studieren. Weil Schumann arm war und von weither angereist kam, schlug Wieck ihm vor, ein Zimmer in der Familienwohnung zu mieten. Robert wurde Teil der Familie Wieck und erhielt seine musikalische Ausbildung bei einem der besten Lehrer Deutschlands. 1833 mietete sich Schumann in einem Häuschen am Rande der Stadt ein, und mit Wiecks Tochter Clara begann eine rege Korrespondenz, aus der im Laufe der folgenden drei Jahre ein Liebesverhältnis erwuchs. Vater Wieck war jedoch entschlossen, diese Beziehung zu unterbinden und verbot seiner Tochter den Kontakt zu Schubert. Im Frühjahr 1837 schrieb Robert Schumann seine große fis-Moll Klaviersonate, die er Clara auf konspirativem Wege zukommen ließ. Claras nächtliches Spiel, dem Schumann vor dem Fenster folgte, verband die beiden. Trotz Wiecks Opposition gelang es Robert Schumann und Clara Wieck, sich heimlich zu verloben.
An Claras 18. Geburtstag schrieb Robert an Wieck und hielt offiziell um die Hand seiner Tochter an. Das kurz darauf folgende Gespräch blieb allerdings erfolglos. Die anhaltende Feindseligkeit und das absolute Kommunikationsverbot bewirkte des alten Wieck bewirkte allerdings eher eine Zunahme der Leidenschaft zwischen Schumann und Clara, und durch die Musikstücke, die beide zu fest vereinbarten Zeiten weit von einander entfernt spielten, waren ihre Gedanken und ihre Gemüter mit einander verbunden. Unsicher und eifersüchtig litt Robert während dieser Trennungsphasen schreckliche Qualen während Clara weiterhin der Zerreißprobe zwischen ihrer Liebe zu Robert und dem Diktat ihres Vater ausgesetzt war. Claras Karriere hingegen nahm mehr und mehr Fahrt auf: Sie konzertierte viel und nahm auch ihre eigenen Kompositionen in ihr Repertoire auf.
Endlich, am Abend vor Claras 22. Geburtstag, dem 12. September 1840, heirateten Robert Schumann und sie schließlich. Auf Roberts Drängen begannen sie ein Ehe-Tagebuch als Zeugnis ihres gemeinsamen Lebens zu führen. Clara Schumann brachte in nur 13 Jahren acht Kinder zur Welt. Anlässlich der Geburt des ersten Kindes schickte Friedrich Wieck einen Versöhnungsbrief an Schumann.
Während Robert Schumann sich voll und ganz auf das Komponieren konzentrierte, versuchte Clara die Termine ihrer Konzert-Karriere mit den Terminen Ihrer Geburten in Einklang zu bringen. Schumanns von Schweigsamkeit und Stimmungsschwankungen begleitete mentale Instabilität trat bereits immer deutlicher hervor, als der junge Johannes Brahms von Hamburg nach Düsseldorf reiste, um bei Schumann zu studieren.
Nach einem missglückten Selbstmordversuch wurde Robert Schumann 1854 in eine Nervenheilanstalt in Endenich eingewiesen, und Clara sah sich wieder mit der Situation konfrontiert, ihren Mann nicht sehen zu dürfen. Berichte über seinen Genesungszustand erfolgten nur sehr sporadisch. Im Sommer 1856 wurde Clara mitgeteilt, dass Schumann das Krankenhaus wohl nie wieder verlassen könne. Bei ihrem Besuch in der Anstalt in Begleitung von Brahms durften sie den sichtlich leidenden Komponisten lediglich durch ein Guckloch beobachten.
Robert Schumann starb 46-jährig, Clara Schumann war zu diesem Zeitpunkt gerade erst 37. Sie lebte noch 40 weitere Jahre. Die große Zuneigung und Faszination, die Johannes Brahms bereits zu Roberts Lebzeiten für Clara empfunden hatte, hielt noch eine Weile an. Clara hat diese Gefühle jedoch immer nur mit tiefer Freundschaft erwidert.

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