Zum Inhalt

NAXOS Deutschland Blog Beiträge

Nordic Voices · Nils Petter Molvær: Bjørn Bolstad Skjelbred – The Bee Madrigals

Das Insekten- oder Bienensterben ist ein ernsthaftes Problem, das zunehmend unsere Natur und unsere Landwirtschaft bedroht. »In den vergangenen 27 Jahren nahm die Gesamtmasse der Insekten laut Studie um mehr als 75 Prozent ab, berichten Wissenschaftler im Fachmagazin „PLOS ONE”. Die Analyse bestätigt erste, im Sommer vorgestellte Ergebnisse« (Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger, „Deutlich weniger Vögel und Insekten in Deutschland“, → https://www.ksta.de/28617840 © 2017).

Zwar hat Albert Einstein den berühmten Ausspruch »Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben …« mit großer Wahrscheinlichkeit nie so (oder auch ähnlich) formuliert (s. → Wikipedia), aber der Kern der unterstellten Aussage ist dennoch nicht von der Hand zu weisen: Ein Aussterben der Bienen hätte fatale Folgen für die Natur in unseren Breitengraden, die von der Bestäubungsarbeit durch Insekten abhängig ist.
Weiterlesen Nordic Voices · Nils Petter Molvær: Bjørn Bolstad Skjelbred – The Bee Madrigals

Alice Coote · Netherlands Philharmonic Orchestra, Marc Albrecht: Gustav Mahler – Song Cycles

Gustav Mahlers großartige Sinfonik wäre ohne seine Orchesterlieder undenkbar. Das Verschmelzen der Stimme mit einem großen Orchesterapparat ist ein essenzieller Bestandteil der Klangsprache Mahlers, mehr noch: Aus den Volkstänzen und Volksliedern seiner Heimat zog Mahler die Inspiration, oft genug auch die Rhythmen und Melodien seiner Werke. Sein Freund und Förderer, der Dirigent Willem Mengelberg, formulierte es so: „Der Kern der Mahlerschen Musik ist das Volkslied.“ Er flocht immer wieder einzelne Lieder in seine Sinfonien ein, er schuf sogar mit „Das Lied von der Erde“ eine ganze „Orchesterlied-Sinfonie“.
Weiterlesen Alice Coote · Netherlands Philharmonic Orchestra, Marc Albrecht: Gustav Mahler – Song Cycles

Gilbert Schuchter: Franz Schubert – Das gesamte Klavierwerk

Die Klaviermusik Franz Schuberts ist, wie eigentlich das gesamte Œuvre des Wiener Komponisten, ebenso vielfältig wie fragmentarisch. Schubert hinterließ 21 Sonaten, davon sind nur zwölf vollendet, ferner Impromptus, Moments musicaux, Variationen, Ländler und Walzer, zahlreiche Miniaturen und Fantasien wie die bedeutende Wanderer-Fantasie. Schubert experimentierte in seiner Klaviermusik mit Formen und Stilmitteln, er brach mit Traditionen, erforschte sie gleichzeitig, er entwarf rasch Skizzen und hinterließ nur Fragmente, weil er längst zur nächsten Idee geeilt war. So kurz sein Leben war, so unruhig flackert auch sein Werk.
Weiterlesen Gilbert Schuchter: Franz Schubert – Das gesamte Klavierwerk

Michael Gielen Edition Vol. 6: Mahler – Complete Symphonies · Das Lied von der Erde · Des Knaben Wunderhorn · Lieder eines fahrenden Gesellen · Rückert-Lieder · Kindertotenlieder 1988–2014

Wenn Michael Gielen dirigiert, ist das Ergebnis niemals schlecht oder nur durchschnittlich. Der Maestro, der (im Gegensatz zu seinen „berühmteren“ zeitgenössischen Kollegen) bescheiden blieb, statt in Selbstinszenierungen und Manierismen zu verfallen, verband künstlerische Exzellenz mit profunder Sachkenntnis, Sorgfalt und uneigennütziger Bescheidenheit im Dienste der Musik. So unprätentiös wie das Artwork der Michael Gielen Edition gestaltet ist – welcher Dirigent lässt sich sonst im weißen T-Shirt fotografieren und nimmt das Bild als Cover-Image? (s. Vol. 3) – so unprätentiös ist Michael Gielens Dirigat. Transparenz als oberstes Gebot, um die Musik in ihrer gesamten Breite wahrzunehmen, um Musik erfahrbar zu machen, eröffnet gerade bei Mahler eine immense Klangwelt.
Weiterlesen Michael Gielen Edition Vol. 6: Mahler – Complete Symphonies · Das Lied von der Erde · Des Knaben Wunderhorn · Lieder eines fahrenden Gesellen · Rückert-Lieder · Kindertotenlieder 1988–2014

Julia Fischer: Johann Sebastian Bach – Sonatas and Partitas BWV 1001–1006

Als Julia Fischer 2004 sämtliche Sonaten und Partiten für Violine solo (BWV 1001–1006) von Johann Sebastian Bach in der Doopsgezinde Singelkerk in Amsterdam für das audiophile Label Pentatone aufnahm, war sie gerade einmal 21 Jahre alt. »Geduld war selten meine Stärke«, meint sie dazu lakonisch im Booklet und fügt hinzu: »Schließlich hatte ich bereits seit einigen Jahren auf eine Aufnahmegelegenheit für diese Werke gewartet.« An Selbstvertrauen angesichts dieses Monuments der Violinliteratur mangelte es der jungen Geigerin wahrlich nicht. Und freilich war Julia Fischer nicht irgendeine Nachwuchsviolinistin. Sie galt damals schon als das größte Talent ihrer Generation und war bereits unter internationalen Spitzendirigenten und mit Weltklasse-Ensembles aufgetreten. Ihr Pentatone-Debüt war keine jugendliche Selbstüberschätzung, sondern Ausdruck ihrer außergewöhnlichen Fähigkeiten.
Weiterlesen Julia Fischer: Johann Sebastian Bach – Sonatas and Partitas BWV 1001–1006